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Allgemeine Fragen zum Thema “Stromverbrauch”
- Warum ist ein genauer Überblick über mein Stromverbrauchsverhalten so bedeutend?
Die Liberalisierung hat neben laufend steigenden Stromkosten zu einer hochkomplexen, kaum noch zu übersehenden Tariflandschaft geführt. Neue gesetzliche Bestimmungen – gültig seit 01.01.2010 – tun ein Übriges, indem sie den Versorgern die Einführung zeit- und lastvariabler Stromtarife vorgeschrieben haben. Das heißt: Nun hängt der Strompreis auch davon ab, zu welcher Zeit jemand welche Menge Strom verbraucht. Wenn so zwar auch zusätzliche Einsparpotenziale geschaffen worden sind, wurde die Tariflandschaft auf diese Weise noch unübersichtlicher. Außerdem kann kaum jemand seinen persönlichen Stromverbrauch wirklich einschätzen. Stromfresser im Haushalt bleiben meistens unentdeckt. Der intelligente Stromzähler bereitet dem jetzt ein Ende. Die Unabhängigkeit des Unternehmens von Stromanbietern ermöglicht es ihm als Energieberater, sich völlig auf die Interessen von Privathaushalten und kleinen Firmen konzentrieren zu können und ihnen so zu souveräner Kontrolle in Sachen Stromverbrauch zu verhelfen.
- Wie lässt sich denn mein Stromverbrauch unkompliziert senken?
Am Anfang steht immer eine individuelle Energieberatung! Nach der Bestellung des Smart Meters geht es schon los: Sehen Sie selbst, wie transparent sich Ihr neuer Stromverbrauch bereits von der ersten Minute an darstellt. Kommen Sie heimlichen Stromfressern auf die Schliche. Erfahren Sie von weiteren Möglichkeiten, mit denen Sie in Zukunft Strom und damit bares Geld sparen werden. Jonglieren Sie zum Beispiel äußerst effektiv mit Tages- und Lastspitzen und nachfrageschwachen Zeiten im Stromverbrauch. Es ist viel einfacher, als Sie vielleicht glauben, und wird Ihnen rasch zur Routine werden. Sagen Sie danach überflüssigen Stromkosten für immer Adieu.
- Wie kann ich meinen Energieverbrauch besser steuern?
Lassen Sie, wenn möglich, Geräte in einer lastschwachen Zeit wie nachts laufen.
- Was bedeuten Tages- oder Lastspitzen?
Eine Lastspitze kennzeichnet das Stromverbrauchsmaximum eines Zeitraumes. Sie liegt umso höher, je mehr Elektrogeräte in einem definierten Zeitraum arbeiten. Wird der Betrieb von Geräten, die besonders viel Energie verbrauchen, in Zeiträume einer weniger stark nachgefragten Leistungsabnahme verlagert, lassen sich Lastspitzen spürbar senken oder vermeiden.
- Wie funktionieren flexible Tarife?
Flexible Tarife sollten Anreize bieten, Energiebedarf, der nicht zu festgesetzter Zeit benötigt wird, zur optimalen Netzausnutzung in weniger nachgefragte Verbrauchszeiten zu legen. Seit Januar 2010 schreibt das Gesetz den Energieversorgern flexible Tarife vor.
- Wie sind last- oder zeitvariable Tarife definiert?
Bereits heute existieren zeitvariable Tarife. Nachtstromspeicherheizungen sind ein Beispiel. Nachtstrom ist günstiger als Tagstrom. Darüber hinaus sind Preisstufen außer nach der Tageszeit auch nach dem Wochentag oder sogar speziellen Jahrestagen – wie beispielsweise Feiertage – denkbar.
Bei lastvariablen Tarifen erhält ein Tag einzeln definierte Intervalle, innerhalb derer eine bestimmte Strommenge zum Basistarif angeboten wird. Nach Überschreiten einer Lastschwelle erreicht der Kunde einen höheren Tarif.
Zeit- und lastvariable Tarife ließen sich auch kombinieren. So könnten zum Beispiel Wochenenden von der Lastvariabilität ausgenommen sein, um den Verbrauch in diesem lastschwachen Zeitraum bewusst zu erhöhen. Auch könnten Preisstufen für bestimmte Verbrauchsmengen beispielsweise pro Monat eingerichtet werden. Kommt ein Kunde mit seinem Verbrauch darüber hinaus, zahlt er für diesen Mehrverbrauch einen überproportional gesteigerten Preis. Als dritte Möglichkeit wäre denkbar, dass ein Verbraucher überhaupt nur eine bestimmte Strommenge verbrauchen kann.
- Welchen Profit bringen mir last- oder zeitvariable Tarife?
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Das gilt auch für den Energiesektor. Je höher der Stromverbrauch, desto teuer und umgekehrt. Entsprechend sind die neuen Tarife ausgerichtet. Wer künftig nicht nur durch möglichst kurzen beziehungsweise seltenen Energieverbrauch sparen möchte, sondern dazu lastschwache Zeiten berücksichtigt, kann seine Kosten je nach Tarif weiter senken. Nach Expertenmeinung sind durch neue Tarifgestaltung und geändertes Verbraucherverhalten Einsparungspotenziale von 5 – 10 % möglich.
